Gdansk – ein Ort mit Geschichte

Die Altstadt von Danzig ist liebevoll restauriert: alte Handelshäuser, die von der Art her auch in anderen baltischen Städten wie Riga oder Tallinn stehen könnten. Und doch ist Gdansk, wie es heute heißt, etwas besonderes. So wechselte die Stadt oftmals die Landeszugehörigkeit: im Mittelalter war es Preußen, später dann Litauen, dann wieder Preußen bis zum Ende des ersten Weltkrieges, danach war es eine “Freie Stadt”, was bedeutet, dass dort zwar überwiegend Deutsche lebten, die Stadt aber auch allen Polen offenstand und vom “Bund der Nationen” verwaltet wurde.

Doch das änderte sich jäh, als am 1. September das deutsche Kriegsschiff “Schleswig-Holstein” einen polnischen Stützpunkt an der Mündung der Wisla angriff. Die Rede Hitlers mit den Worten “Seit fünf Uhr fünfundvierzig wird [jetzt] zurückgeschossen!” (hier auf YouTube) ist auch heute noch ein Begriff, auch wenn es faktisch falsch war: die ersten Bomben fielen bereits um 4:45 Uhr morgens.

Seit 1945 gehört nun Danzig zu Polen und war während dem Kommunismus ein bedeutendes Zentrum für den Schiffbau (Lenin-Werft). Dort war auch im August 1980 die Geburtsstätte der Solidarnosc-Bewegung, welche als Opposition der kommunistischen Regierung zu deren Ende 1989 führte. Ihr Anführer, Lech Walesa, welcher 1983 den Friendensnobelpreis verliehen bekam, wurde schließlich 1990 zum Präsidenten gewählt.

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